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Das gesunde Herz

Das Herz ist ein Pumpmuskel, dessen Aufgabe darin besteht, das Blut durch den Körper zu pumpen und dadurch die Organe mit ausreichend Sauerstoff und Nährstoffen zu versorgen. Beim Herzen unterscheidet man die rechte und die linke Seite. Jede Seite umfasst zwei Hohlräume, Vorhof (Atrium) und Kammer (Ventrikel) genannt, die durch zwei Einwege-Ventile (Herzklappen) getrennt sind. Diese sorgen dafür, dass das Blut in die richtige Richtung gepumpt wird. In den rechten Vorhof tritt venöses Blut aus dem Körper ein, das relativ sauerstoffarm ist. Es wird vom rechten Vorhof in die rechte Herzkammer transportiert und wird dann in die Lungen gepumpt. In den Lungen wird das venöse Blut mit Sauerstoff beladen, umgekehrt wird Kohlendioxid aus dem Blut in die Lungenbläschen abgegeben. Aus der Lunge gelangt das mit Sauerstoff angereicherte Blut durch den linken Vorhof in die linke Herzkammer. Von dort wird es über die Hauptschlagader (Aorta) wieder in den Körper gepumpt. In den Organen und den verschiedenen Körpergeweben gibt das Blut einen Teil des Sauerstoff ab und nimmt umgekehrt Kohlendioxid auf. Dann fließt das Blut durch die Venen in den rechten Vorhof zurück, und der Kreislauf beginnt von Neuem.

In Ruhe schlägt das Herz durchschnittlich 60-80 mal pro Minute und pumpt in derselben Zeit rund 5 Liter Blut durch den Körper. Bei körperlicher Betätigung kann die Pumpleistung des Herzens bis zu 25 Liter pro Minute betragen.
 

Herzinsuffizienz

Bei der Herzinsuffizienz ist der Herzmuskel zu schwach geworden, um genug Blut durch den Körper zu den lebenswichtigen Organen zu pumpen. Dies führt zu einer chronischen Unterversorgung des Körpers und der Organe mit Sauerstoff und Nährstoffen.

 

Herzinsuffizienz ist sehr häufig die Folge von einem oder mehreren Herzinfarkten, die zu einer Zerstörung eines Teils des Herzmuskels und zu einem Umbau in Narbengewebe führen. Die linke Herzkammer ist hiervon bei weitem am häufigsten betroffen.

 

 

Aufgrund der fehlenden Muskelkraft dehnt sich das Herz nach und nach aus (das Herz wird groß) und das Pumpen fällt ihm zunehmend schwer. Wegen der Pumpschwäche der linken Herzkammer staut sich Blut in den Lungengefäßen zurück, was zur Kurzatmigkeit führt.

Dies bemerkt der Patient zuerst bei körperlicher Anstrengung, später auch in Ruhe, insbesondere nachts im Liegen. Dies löst nicht nur Müdigkeit und allgemeine Schwäche aus (Sauerstoffmangel in den Muskeln ), sondern führt auch die Niere „in die Irre“. Die Niere glaubt, der Körper habe nicht genug Blut. Aus diesem Grund hält die Niere Salz und Wasser zurück, so dass sich im Körper zuviel Flüssigkeit ansammelt. Dies belastet zunächst die linke, dann auch die rechte Seite des Herzens. Wenn die rechte Herzseite zu versagen beginnt, erhöht sich der Druck in den Venen und es kommt zur Flüssigkeitsansammlung in den Beinen und an den Knöcheln, in schwereren Fällen auch im Bauchbereich. Der Bauch fühlt sich dann oft gebläht an, und die Patienten leiden häufig unter Appetitverlust.

Eine weitere häufige Ursache der Herzinsuffizienz ist ein lang anhaltender Bluthochdruck (Hypertonie). Der Bluthochdruck führt zur Verdickung des Muskels der linken Herzkammer. Die Folge ist eine Einschränkung der Beweglichkeit der linken Kammer und eine Reduktion der Pumpleistung. Wird der Blutdruck nicht gemindert, verdickt sich der Herzmuskel immer weiter. Dies führt zur schließlich zu einer chronischen Minderdurchblutung und Schädigung der Innenschichten des Herzmuskels. Das Herz ist so dem hohen Blutdruck auf Dauer nicht mehr gewachsen, und es kommt zu einem zunehmenden „Herzversagen“. Chronischer Bluthochdruck kann darüber hinaus auch zu einer Schädigung der Herzkranzarterien (koronare Herzkrankheit) führen, und damit das Risiko eines Herzinfarktes erhöhen.

 

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